Kunstförderpreis für Frau Walz

14.12.

Duo Judith Walz und Sabrina Geckeis erhält den mit 5000 Euro dotierten „Förderpreis Bildende Kunst“

Allgemeine Zeitung vom 13.12.2014

Von Anna Steiner

MAINZ - Kulturdezernentin Marianne Grosse verlieh den mit 5000 Euro dotierten Preis zur Förderung Mainzer Bildender Künstlerinnen und Künstler. Ausgezeichnet wurden Judith Walz und Sabrina Geckeis. „Seit 2007 machen die beiden als Duo großartige Kunst“, sagte Grosse bei der Preisverleihung. „So geht ein spannendes Jahr mit diesem Preis auf sehr schöne Weise zu Ende.“

Beide Künstlerinnen haben an der Kunsthochschule Mainz Bildhauerei und Medienkunst studiert. Die meisten ihrer Arbeiten entstehen im Dialog, wobei der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Rauminstallationen liegt. Ausgangspunkt sind Alltagsbeobachtungen, die in Bilder gefasst und durch Videos inszeniert werden. „Das Künstlerduo Geckeis & Walz überzeugt durch handwerklich und inhaltlich souveränes Jonglieren mit den von ihnen gewählten Medien“, fasste Kulturdezernentin Grosse die Begründung der Jury zusammen. „Die Werke lassen ein großes, zukunftsweisendes Potenzial erkennen und machen die Künstlerinnen zu würdigen Preisträgern.“

Die Medienkünstlerin Angela Kerstner erzählte in ihrer Laudatio von der Reise zum Orakel von Delphi, auf die sich Geckeis und Walz 2013 nach ihrem Abschluss an der Kunsthochschule begeben hatten und auf der weitere Arbeiten entstanden waren. „Die beiden haben bis dahin akribisch gearbeitet und alles lange erprobt“, so Kerstner. „Auf der Reise entstanden aber auch spontane, von außen beeinflusste Arbeiten.“ So auch die im Rathaus vorgestellte Videoinstallation „Um die Mitte“. Für diese hatten die beiden Künstlerinnen erst kürzlich zwei Beamer erworben, „was einen wichtigen Schritt in die Selbstständigkeit eines medienschaffenden Künstlers darstellt“, so Kerstner.

„Wir freuen uns sehr über das Urteil der Jury, über die motivierenden Worte“, sagte Sabrina Geckeis und Judith Walz ergänzte: „Der Preis ist super, um Equipment zu besorgen und neue Projekte zu ermöglichen“. Aber auch die Ausstellung an sich macht den beiden Medienkünstlerinnen Spaß. „Es war eine ganz neue Erfahrung für uns, die Sockel für unsere Installationen nicht selbst streichen zu müssen“, bedankte sich Judith Walz bei allen Helfern im Aufbau.

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