„In Vielfalt geeint“

02.05.

Nationales Europaseminar der 10. Klassen

 

In Vielfalt geeint ist in Europa ja vieles. Auch die Meinungen, mit denen wir Schüler gen Bad Marienberg in den Westerwald fuhren, um etwas über das komplexe Thema EU zu lernen. Die einen meinten zum Beispiel: „Och, nee… Klassenfahrt UND Bildung: Das kann ja nur voll blöd werden.“ Andere waren wiederum der Meinung: „Och, ja! Mal gucken, was so auf mich zukommt, ne?“ Oder: „Das hatten wir doch eh schon alles in Sozi...“

Die Schülerinnen und Schüler mit der zuerst zitierten Meinung hatten es die Woche vom 15. bis 19. April im Europahaus Marienberg verhältnismäßig schwer, da es nun schwerer war, sie zu motivieren. Die Optimisten waren nach dieser Woche vielleicht ein bisschen müde, aber nicht deprimiert über die „vergeudete“ Zeit.

 

Was ist das Europahaus? – Eine Jugendherberge!, kam gleich wie aus der Pistole geschossen.

Falsch!

Zu unserer Überraschung lernten wir, die 10. Klassen a, d, und f, gleich bei der Ankunft etwas Neues: Das Europahaus Marienberg ist eine Bildungsstätte und zählt zu den ersten in ganz Europa. Tja, man lernt nie aus…

Es dient dazu, Schüler – aber auch andere Gruppen und sogar das Milltär – mit dem nötigen Wissen über unseren Kontinent bzw. über „diese Regierung da“ zu versorgen.

 

Die fünf Tage lassen sind in fünf Themenschwerpunkte (chronologisch) gliedern.

 

  • Grundwissen
  • Geschichte
  • „Real World“ (Exkursion)
  • Planspiel
  • Quiz

 

Wenn man jetzt so die Spiegelstriche betrachtet, erinnert die Gliederung unserer Bildungsklassenfahrt sehr an einen Wikipedia-Artikel.

Tatsächlich wurde dieses großartige Onlinelexikon im Laufe der Woche zu unserem besten Freund. Denn: Das Team des Europahauses ist sehr modern und legt viel wert auf neue Medien, abwechslungsreiche Lernmethoden und selbstständiges Sammeln von Informationen.

Eröffnend schauten wir uns einen langen Kurzfilm des Grundwissen zur EU.

Anschließend sollten wir (spielerisch) in Gruppen ein Quiz zu diesem Film ausfüllen, im Internet recherchieren, um Fragen besser zu beantworten und so Punkte zusammenkratzen, die uns am Ende der Woche bei einem zweiten großen Quiz von Nutzen waren.

Im kurzen Schlaf verarbeiteten wir das Basiswissen, das am nächsten Tag schon vom Geschichtswissen ergänzt wurde.

Halbzeit: Unser Weg führte hinaus in die Welt. Genauer gesagt in die Beethovenstadt Bonn. Dort sollten wir Geschichte und EU am eigenen Leibe erfahren: Auf ging’s also zum Konrad-Adenauer-Haus mit einer interessanten Führung durch die Privatgemächer des ersten Bundeskanzlers unserer Bundesrepublik Deutschland.

Anschließend ging es ins „Haus der (überwiegend deutschen) Geschichte“ und zugleich auf erschütternde, glücklich stimmende Zeitreise. Beginnend vom Ende des II. Weltkriegs bis heute wird einem am Ende der Museentour klar, welch hohes Gut der Friede ist. Ich stimme vielen Menschen auf der Welt zu, wenn sie sagen, dass es wichtig ist, zu erinnern und zu bewahren und freue mich deshalb auch sehr doll über unsere Stolpersteine. Hut ab, liebe Stolperstein-AG!

 

Insgesamt finde ich es wichtig, diese Bildungsfahrt (inkl. Bonner Entdeckungs-/Shoppingtour) mal erfahren zu haben, auch, wenn die fünf Tage mit Wissen manchmal fast überlastet waren und wir erschöpft (was aber nicht alles an dem straffen Programm lag ;)) nach Hause zurückkehrten.

Wir wurden von vier individuellen, freundlichen Leitern („Teamern“) betreut, die für jede Frage versuchten, eine Antwort zu geben und das politische Treiben der EU (plan-)spielerisch zu erklären.

In dieser Woche wurden wir zu Kurzfilmregisseuren sowie italienischen, britischen, schwedischen, polnischen, niederländischen, französischen oder deutschen Generalsekretären. Und mit etwas Glück - und einer großen Wählerschaft - auch zu Präsidenten eines EU-Konvents.

 

Wir haben erfahren und – wer wollte – auch viel gelernt, sowohl über unseren Kontinent als auch über unsere (militärisch) recht friedliche Regierung.

 

Laetitia de B. – 10d

 

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