Watford Austausch 2014

04.05.

Strenge Schule, englische Backsteinhäuser, interessantes Essen und eine Gastfamilie, die dafür gesorgt hat, dass ich mich sofort wie zu Hause gefühlt habe.

 An diese Punkte erinnert sich wohl so mancher, der am Austausch mit unserer englischen Partnerschule, der Watford Grammar School For Girls, teilgenommen hat.

Nachdem unsere Austauschpartnerinnen uns kurz vor Fastnacht schon in Mainz besucht hatten, freuten wir uns natürlich umso mehr auf den Gegenbesuch in England, wo wir nun endlich die Gelegenheit hatten, auch die Familien unserer Partnerinnen kennen zu lernen und einen Einblick in die englische Kultur zu bekommen.

Als wir nach dem Hinflug und der Ankunft in Watford auf unsere Gastfamilien warteten, verbreitete sich vereinzelt dann aber doch Aufregung oder sogar Nervosität, vor allem unter den Schülerinnen, die zum ersten Mal am Austausch teilnahmen. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass diese Sorgen meist unbegründet waren. Den ersten Abend verbrachten die meisten zu Hause bei ihren Gastfamilien und beim Abendessen, das von der Mehrheit im nachhinein mit Wörten wie "interessant" oder "eher  ungewöhnlich" beschrieben wurde, und lernten die Familien unserer Austauschpartnerinnen kennen, die sich bei fast allen als sehr nett herrausstellten und sich um eine herzliche Aufnahme kümmerten.

Schon am Tag nach unserer Ankunft fuhren viele mit ihren Gastfamilien nach London und wir waren uns alle einig, wie beeindruckend, um nicht zu sagen MEGACOOL, wir die Stadt  finden. Weiter ging es gleich am nächsten Tag zu den Harry Potter Studios, eine gute Gelegenheit für diejenigen, die nach dem Trip nach London etwa noch Taschengeld übrig hatten, die englische Wirtschaft weiter zu unterstützen. Besonders gut daran war, dass diesmal die englischen Partnerinnen mit dabei waren und wir uns auch mit ihnen unterhalten konnten. An den nächsten Tagen folgte ein Ausflug zum riesigen Blenheim Palace und der obligatorische Besuch des Rathauses in Watford, was bei den meisten auf eher weniger Begeisterung stieß. Aber der Tag wurde dann durch den über dreistündigen Shoppingtrip in Watford gerettet. Zwei Tage durften wir auch unsere Austauschpartnerinnen in den Unterricht der Watford Grammar School for Girls begleiten. Zum Glück ohne Schuluniform, streng genug war es aber trotzdem: "Your school seems nice, whereas my school is kind of like Hogwarts", sagte meine Austauschpartnerin zu den Unterschieden zwischen den Schulen und zumindest den zweiten Teil können wir sicher alle bestätigen ;)

Fast alle von uns waren traurig, als wir nach acht Tagen in England dann schon wieder abfahren mussten, aber die meisten können schließlich noch in den nächsten Jahren am Austausch teilnehmen oder sind von ihren Gastfamilien noch einmal zu einem privaten Besuch eingeladen worden.

Insgesamt war der Austausch eine tolle Erfahrung. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich daran gewöhnt, Englisch zu sprechen und der Austausch ist eine gute Möglichkeit, Freundinnen in England zu finden, die einem auch länger erhalten bleiben.

Im Namen von allen herzlichen Dank an Fr. Schmidt und Fr. Rieger für ihren Einsatz und die nette Betreuung!!

Ines K. (kl. 9)

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