Frankreich-Austausch 2017

31.03.

„Ich bin so aufgeregt“, „Wann kommen sie denn endlich“ oder „Ich kann gar nicht verstehen, warum du so aufgeregt bist“. Die Stimmung am Dienstag, dem 21.03.,  war angespannt, die Luft voller Vorfreude. Mit etwas Verspätung war es dann jedoch um 16.45 Uhr endlich soweit, die ersten Franzosen stiegen nach und nach aus dem französischen Reisebus und wurden direkt von ihren deutschen Gastfamilien in Empfang genommen. Bei Einigen harmonierte es sofort, andere verließen die Busbucht am Kurfürstlichen Schloss etwas schüchtern. Langsam löste sich der Pulk auf, es folgte der erste gemeinsame Abend, bei den meisten nicht mehr sehr actionreich, immerhin hatten die Gäste eine äußerst anstrengende, neunstündige Reise hinter sich…

Am nächsten Morgen hieß es dann, trotz mündlichem Abitur, frühes Aufstehen für beide Seiten, Gäste und Gastgeber. Um ca. 8.10 Uhr verließen die Franzosen dann samt Lehrern die Sammelstelle vor unserer Schule, wo man sich zusammengefunden hatte. Auf unsere Gäste wartete ein spannender Tag zum Kennenlernen der Stadt Mainz, unter anderem mit Rallye und nachmittäglicher Freizeit zum selbstgesteuerten Erkunden. Um 16.00 wurden sie dann wieder von ihren Austauschpartnern abgeholt und es folgte die tägliche Familienzeit, hoffentlich bei den meisten auch eine erholsame Nacht…

Am Donnerstag, dem 23.03.,  folgte dann ein gemeinsamer Ausflug nach Rüdesheim. Geplant war eigentlich eine Bootstour über den Rhein, die allerdings leider kurzfristig abgesagt wurde. Doch das sollte kein Problem darstellen, man entschied sich, das Boot einfach durch den Zug zu ersetzen. Im Rheintal angekommen, fuhren alle mit der Seilbahn bergauf, oben folgte eine schöne Wanderung, die ihren Höhepunkt erreichte, als mittags die Wolken aufrissen und sich sogar die Sonne lachte. Wie man hinaufgekommen war, so kam man auch wieder herunter und wie man hergekommen war auch wieder zurück. An diesem Abend gingen die meisten wahrscheinlich nicht zu Unzeiten ins Bett, denn…

Am Freitag war es dann an der Zeit, sich die deutsche Schule vorzunehmen und einen Unterrichtsbesuch zu machen. Fünf Stunden nahmen die Franzosen am deutschen Unterricht teil, leider konnte nicht jeder zu seinem/seiner Austauschpartner/in, da es sonst in manchen Klassen zu Überfüllung gekommen wäre. Danach ging es für unsere Gäste auch direkt weiter, ein Ausflug zum ZDF machte den Anschluss. Um 17.00 Uhr kamen sie zurück und bis 18.30 Uhr wurde dann gemeinsam der Abschied gefeiert, da - ob man es glaubt oder nicht - nur noch das Wochenende blieb.

Samstag und Sonntag - das waren zwei Familientage, in denen man selbst das Programm bestimmte. Shopping, Klettern, Frankfurt-Besichtigung, Fahrradtour, Kinobesuch, Demoteilnahme, Bowling oder gemeinsames Essen - es war wirklich alles dabei. Mit viel Mühe und Engagement wurde das Wochenende gestaltet. Und am letzten Abend, da wurde dann so manchem klar, dass es nur noch ein paar Stunden bis zur Abreise waren…

Montagmorgen wartete die schwierige Aufgabe, „au revoir“ zu sagen. Ich kann nicht von den Gefühlen aller reden, vielleicht gab es auch einzelne Fälle, die erleichtert waren, mir jedenfalls fiel der Abschied sehr schwer. Es ist schon erstaunlich, wie sehr man nach noch nicht mal einer Woche mit einer nahezu fremden Person zusammenwachsen kann. Als die Franzosen in den Bus stiegen, rollte jedenfalls die ein oder andere Träne. Doch ein Wiedersehen ist nicht fern, bereits im Mai geht es für uns nach Frankreich und bis dahin heißt es „a bientot!“. Artikel von Selma S.

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